Job- und Topsharing für mehr Gleichstellung
- neitah müller
- 18. Dez. 2022
- 1 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 7. Jan.
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Das Modell des Jobsharings, sei es mit oder ohne Führungsposition, ist ein noch wenig genutztes Erfolgsmodell. Es fördert die Gleichstellung, ermöglicht eine bessere Vereinbarkeit von Privat- und Berufsleben und trägt dazu bei, qualifizierte Arbeitskräfte langfristig an Unternehmen zu binden.
In der Schweiz ist Job- oder Topsharing bisher selten verbreitet, während es in den USA seit über 40 Jahren erfolgreich praktiziert wird. Das Modell erlaubt insbesondere Frauen, aber zunehmend auch Männern, trotz Teilzeitpensum Führungspositionen zu übernehmen oder zu behalten. Viele Frauen arbeiten heute Teilzeit in Positionen, für die sie überqualifiziert sind, wodurch ihr Potenzial, sowohl persönlich als auch für Wirtschaft und Gesellschaft, teilweise ungenutzt bleibt. Job- oder Topsharing bietet hier eine praktikable Lösung.
Gerade Frauen müssen ihre (Kader)Position nicht aufgeben, wenn sie ihre Kinder betreuen wollen
Qualifizierte Arbeitskräfte bleiben dem Unternehmen erhalten
Durch die Kombination der Kompetenzen zweier Personen auf einer Stelle können Unternehmen von mehr Erfahrung und Know-how profitieren, oft ohne höhere Kosten
Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird unterstützt
Wo Vollzeitstellen schwer zu besetzen sind, können Job- oder Topsharing-Modelle helfen, Lücken zu schliessen und Fachkräftemangel zu beheben
Topsharing trägt dazu bei, die gläserne Decke zu überwinden und geschlechterunabhängige Berufswege zu ermöglichen
Zwei Köpfe auf einer Position können unterschiedliche Perspektiven einbringen, Entscheidungen reflektierter treffen und kreative Lösungen entwickeln.
Immer mehr Männer möchten ihr Pensum reduzieren, um Zeit für die Familie zu gewinnen. Job- und Topsharing bieten die geschlechterunabhängige Möglichkeit, berufliche Verwirklichung und Familienzeit zu verbinden.
Auch wenn es mehr Planungs- und Organisationsaufwand bedeutet, bin ich überzeugt, dass es eine Win-Win-Situation für Arbeitnehmer und -geber ist - die Vorteile überwiegen deutlich.
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